Studienkreise
Studienkreise
In der Folge ein Auszug aus der Website des Ruhi Instituts –
Konzeptionelles Rahmenwerk – Zielsetzung und Methoden –
https://www.ruhi.org/de/statement-of-purpose-and-methods/
Studienkreise sind Teil eines Bildungskonzepts zur Entwicklung von menschlichen Ressourcen für die geistige, soziale und kulturelle Entwicklung.
Entwickelt wurde dieses Konzept vom Ruhi Institut, einer Bildungseinrichtung, deren Bildungsprogramme bereits von einer wachsenden Zahl von Einrichtungen weltweit übernommen wurde.
Wie jede andere Institution, die in den Prozess der entwicklungsorientierten Bildung involviert ist, hat das Ruhi Institut seine Strategien innerhalb eines speziellen Rahmens und einer Philosophie des sozialen Wandels, der Entwicklung und der Bildung formuliert. In diesem Fall ist dieses Verständnis aus dem beständigen Bemühen entstanden, Bahá’í-Prinzipien auf die Analyse der sozialen Bedingungen anzuwenden.
Der Bahá’í-Glaube betrachtet den gegenwärtigen Zustand der Menschheit als eine natürliche Stufe in einem organischen Prozess, der schließlich zur Einheit der Menschheit innerhalb einer einzigen sozialen Ordnung führen wird.
Bei der Analyse der raschen Veränderungen, die sich heute in der Welt vollziehen, identifizieren die Bahá’í zwei parallele Prozesse, die auf allen Ebenen – Dorf, Stadt, Nation und globale Gesellschaft – ablaufen. Einerseits ist es klar, dass die menschliche Gesellschaft unter einem Zerfallsprozess leidet, der sich in Kriegen, Terrorismus, Chaos, physischer und psychischer Unsicherheit und weit verbreiteter materieller Armut äußert. Auf der anderen Seite gibt es Kräfte der Integration, die Individuen und Gruppen dazu bewegen, sich neue Werte, neue Arten der Organisation und geeignete Strukturen zu eigen zu machen, die die Grundlage für die Errichtung einer neuen Gesellschaftsordnung bilden können.
Das Ruhi Institut definiert sein grundlegendes Ziel darin, ein Kanal für die geistigen Kräfte unserer Zeit zu werden, um sie auf das Leben der Massen aller Menschen anzuwenden und diese zu befähigen, zum Aufbau einer neuen Weltzivilisation beizutragen.
Das Ruhi Institut versucht, den Prozess der Transformation der menschlichen Gesellschaft im Sinne eines Zusammenspiels zweier paralleler Entwicklungen zu verstehen: der Transformation des Individuums und der bewussten Schaffung der Strukturen einer neuen Gesellschaft.
Ein weiteres wichtiges Element des konzeptionellen Rahmens des Ruhi Instituts ist das Konzept der Partizipation. Das Ruhi Institut vertritt die Auffassung, dass eine wirksame Beteiligung, die nicht so leicht durch politische Manipulationen beeinträchtigt werden kann, einen systematischen Lernprozess innerhalb jeder Gemeinde und Region erfordert, so dass die Gemeinde selbst mit neuen Ideen, neuen Methoden, neuen Technologien und Verfahren experimentiert, anstatt das Objekt sozialer Experimente Anderer zu sein.
Das Ruhi Institut wird bei der Konzeption und Durchführung von Bildungsaktivitäten stets von der tiefen Überzeugung vom grundlegenden Adel des Menschen geleitet. In den Bahá’í-Schriften heißt es:
«Der Mensch ist der höchste Talisman. Der Mangel an geeigneter Erziehung hat ihn jedoch dessen beraubt, was er seinem Wesen nach besitzt. Durch ein Wort, das aus dem Munde Gottes hervorging, wurde er ins Dasein gerufen. Durch ein weiteres Wort ward er dazu geführt, den Quell seiner Erziehung zu erkennen. Durch wieder ein anderes Wort wurden seine Stufe und seine Bestimmung sichergestellt. Das Höchste Wesen spricht: Betrachte den Menschen als ein Bergwerk, reich an Edelsteinen von unschätzbarem Wert. Nur die Erziehung kann bewirken, dass es seine Schätze enthüllt und die Menschheit daraus Nutzen zu ziehen vermag.»
Bahá’u’lláh, Ährenlese, 122:1
Jeder Teilnehmer an den Programmen des Ruhi Instituts ist in bestimmten Bildungsaktivitäten als Studierender und in anderen als Tutor tätig. Das Institut verwendet daher den Begriff „Mitarbeiter“ für alle, die an seinen Programmen teilnehmen. Ausgehend von den Bedingungen und Bedürfnissen der Bevölkerung, der das Institut dient, werden die Kurse entlang einer Reihe von „Pfaden des Dienstes“ gestaltet, die ein Mitarbeiter je nach seinen persönlichen Interessen und Fähigkeiten durchläuft.
In der Folge ein Auszug aus der Website des Ruhi Instituts –
Konzeptionelles Rahmenwerk – Einen Pfad des Dienstes beschreiten –
https://www.ruhi.org/de/walking-a-path-of-service/
Obwohl der konzeptionelle Rahmen, an dem sich die Arbeit des Ruhi Instituts orientiert, das geistige Wachstum des Individuums behandelt, wird davon ausgegangen, dass der geistige Zustand eines Menschen und sein Fortschritt Angelegenheiten sind, die nur Gott beurteilen kann, und die sich Menschen nicht anmaßen sollten, zu bewerten. Das Institut hat daher einen pädagogischen Ansatz gewählt, der sich ausschließlich damit befasst, wie dem Einzelnen geholfen werden kann, seine Fähigkeit zum Dienen zu steigern.
Ein systematischer Prozess der geistigen Erziehung wird in Gang gesetzt, wenn der Einzelne auf Pfaden des Dienstes begleitet wird, für die er sich je nach seinen Interessen und Fähigkeiten entschieden hat.
Das Ruhi Institut hat spezifische „Pfade des Dienstes“ abgesteckt. Auf jedem dieser Pfade wird das Verständnis durch eine Reihe von Kursen gefördert, von denen einige die Fertigkeiten und Einstellungen vermitteln, die für die Ausübung von Handlungen des Dienstes erforderlich sind, während andere geistige Lehren und Gebote vorstellen, die diesen Handlungen einen Sinn verleihen.
Das ist das Wesen des Aufbaus von Kapazität: Jemand begleitet dich, während du lernst, den Weg selbst zu gehen.
In der Regel treffen sich kleine Gruppen von Teilnehmenden, die von einem Tutor oder einer Tutorin unterstützt werden, in einer freundlich gestimmten, entspannten und meditativen Atmosphäre, um das Kursmaterial eingehend zu studieren.
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„Gebete und Taten des Dienstes mögen als eine schwache und langsame Reaktion erscheinen, wenn Zerstörungswaffen abgefeuert werden; sie jedoch sind es, durch die diese Waffen letztendlich für immer zum Schweigen gebracht werden. “
Das Universale Haus der Gerechtigkeit an einen einzelnen Gläubigen vom 1. April 2022
Das Universale Haus der Gerechtigkeit betonte in seinen Botschaften immer wieder, dass die Erschaffung des Friedens mit der Wandlung der Menschenherzen verknüpft ist. Das eine ist ohne das andere nicht möglich. Folglich ist Frieden unausweichlich, sobald sich die Herzen in Liebe verbunden haben.
„Abertausende, in einer die gesamte Menschheitsfamilie umfassenden Vielfalt, sind derzeit unter ebenso ernsthaften wie geistig anregenden Bedingungen mit dem systematischen Studium des schöpferischen Wortes Gottes beschäftigt.»
Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Botschaft vom 21. April 2008
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Das erste Buch des Studienkreises heisst «Nachdenken über das geistige Leben«. Es befasst sich weitgehend mit der Frage der Identität. Drei Aspekte der individuellen Identität werden in diesem Buch untersucht:
Die Bahá’í-Schriften verstehen
Gebet
Leben und Tod